Rom e.V. - Roma-Selbstorganisation für Teilhabe, Bildung und Kultur
Der Rom e.V. mit Sitz in Köln ist ein interkultureller Verein mit deutschlandweiter Bedeutung, der seit 1986 für die Menschen- und Bürgerrechte von Roma und Sinti eintritt. Der Verein entstand im Winter 1986/87 zunächst als Unterstützerinitiative, nachdem Hunderte von Roma-Flüchtlingen aus dem damaligen Jugoslawien über Italien kommend in Köln Zuflucht suchten und auf massive Ablehnung und Rassismus in der Stadt stießen. Bis heute ist das Kerngeschäft der Sozial-, Geflüchteten- und Integrationsberatung die Durchsetzung des Bleiberechts und die Hilfestellung bei der Integration von Geflüchteten und Zugewanderten aus der EU. Der Verein berät und unterstützt beim Kampf um menschenwürdige Unterkünfte, Recht auf Arbeit und Bildung sowie den Zugang zum Gesundheitswesen. Die Beratung erfolgt vertraulich und kostenlos in den Sprachen Romanes, Serbokroatisch, Mazedonisch, Albanisch, Bulgarisch und Deutsch. Die Arbeit des Rom e.V. umfasst mehrere Bereiche: 1999 wurde das Archiv- und Dokumentationszentrum eröffnet, das als Präsenzbibliothek nutzbar ist und Sammlungen zur Kultur und Geschichte der deutschen und europäischen Roma sowie Dokumente zur Verfolgung im Nationalsozialismus enthält. Seit 2006 publiziert der Verein die Online-Zeitschrift "Nevipe" (Nachrichten). Zu den pädagogischen Projekten gehört "Amaro Kher" (Unser Haus), ein Modellprojekt mit Kindertagesstätte und Ganztagsschule für Roma-Kinder, sowie "Amen Ushta" (Wir stehen auf), das sich um schulische Förderung von Roma-Flüchtlingskindern kümmert, und "Angle Dikhas" (Nach vorne schauen), ein Projekt für Schüler mit Roma-Hintergrund im Übergang Schule-Beruf. Seit 2017 ist der Rom e.V. Träger einer Integrationsagentur, deren Ziel es ist, Migranten den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen zu erleichtern und sie vor Diskriminierung zu schützen. Der Verein fördert künstlerische und kulturelle Aktivitäten von Roma und setzt sich aktiv gegen antiziganistische Diskriminierung in Medien, Behörden und der Bevölkerung ein. Im Bereich RomBuK (Bildung und Kultur) liegt der Schwerpunkt auf rassismuskritischer Bildungsarbeit gegen Antiziganismus und der Unterstützung von Empowerment-Projekten. Der Verein organisiert Workshops, Fortbildungen, Veranstaltungen und Stadtteilführungen und arbeitet mit zahlreichen Künstlern, Schriftstellern und Musikern zusammen.
- 0221-242536
- info@romev.de
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